Friedhof St. Lorenz

Ansprechpartner­­
Christina Simon und Harald Egert

Anlässlich einer großen Pestepedemie im Jahre 1597, der mit ca. 8000 Toten fast ein Drittel der Lübecker Bevölkerung zum Opfer fiel, errichtete der Rat der Stadt einen Pestfriedhofes außerhalb der Stadt vor dem Holstentor. Am Tag des
heiligen Laurentius, dem 10. August, wurde der Friedhof eingeweiht.

Daran sowie an den Bau eines Hauses zur Pflege der Kranken erinnert noch heute das Pestkreuz aus Gotländer Kalkstein. Der St. Lorenz-Friedhof ist damit der älteste erhaltene Friedhof der Stadt Lübeck und der Namensgeber für die gesamte Vorstadt.

Auf dem historischen Friedhof an der St. Lorenz-Kirche wurde 2004 eine Gedenk- und Bestattungsstätte für Totgeborene eingeweiht. Es gab bisher auf keinem Lübecker Friedhof einen Ort, an dem Eltern ihrer totgeborenen Kinder gedenken konnten. Das Bestattungsgesetz gibt bisher erst ab einem Geburtsgewicht von 1.000 Gramm die Möglichkeit, ein totgeborenes Kind zu beerdigen.

An St. Lorenz ist die kirchenkreisweite Trauerbegleitung angesiedelt.

Kontaktperson: Pastorin Bettina von Seidel-Rob